GO WITH THE FLOW? ZUSAMMENHÄNGE ZWISCHEN FLOW-ZUSTAND UND SPEZIALINTERESSEN BEI AUTISTEN

Elisabeth Blanke1,2, Julia Bartz1,2, Hermann Bullig2, Christoph Chwiekowsky2, Sebastian Dern2, Robert Elias2, Ernest Götz2, C. Grambert2, Regina Hartmann2, Jennifer Kirchner1,2, Urike Sünkel2,Lea Willer2, Dietmar Zoerner2, Isabel Dziobek1,2

1 Freie Universität Berlin
2 Autismus-Forschungs- Kooperation (AFK) Berlin


Hintergrund:
Der Fokus psychologischer Forschung zu dem autistischen Spektrum liegt auf den Defiziten der Betroffenen (Murray, 2005). Die Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK) möchte einen Beitrag dazu leisten, mögliche Stärken von Menschen aus dem autistischen Spektrum zu explorieren. Die AFK ist ein Zusammenschluss von Menschen aus dem autistischen Spektrum und Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin mit dem Ziel der gemeinsamen Durchführung von Forschungsprojekten und der Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Autismus.

Die vorliegende exploratorische Studie beschäftigt sich mit dem Konzept des Flows (Csikszen­timihalyi, 1975). Flow ist dabei definiert als Aufgehen in einer glatt laufenden, autotelischen Tätigkeit, bei welcher die Beanspruchung durch die Tätigkeit und die Fähigkeit einer Person miteinander in Balance stehen. Ein zentraler Gesichtspunkt, welcher Flow definiert, ist das mühelose Aufrechterhalten von Aufmerksamkeit (z.B. Dormashev, 2010). Bei Menschen mit Autismus scheint Aufmerksamkeit auf einen spezifischen Gegenstand des Interesses beson­ders ausgeprägt zu sein (Murray, Lesser & Lawson, 2005; Markram & Markram 2010). Daher soll im Folgenden untersucht werden, ob und wie Autisten Flow erleben und ob ein Zusammenhang zwischen Spezialinteressen und Flow besteht.


Methode: Mit Hilfe eines modifizierten Flow-Fragebogens auf der Basis der Flow-Kurz-Skala (Rheinberg, Vollmeyer & Engeser, 2003) wurde das Flowerleben bei Autisten und neurotypischen Personen erfasst. Die Befragung wurde online durchgeführt.

Ergebnisse:
Auf der Basis einer ersten Pilotuntersuchung erscheint das Flowerleben von Au­tisten bei ihren Spezialinteressen im Vergleich zum Flowerleben neurotypischer Personen beim Ausüben von Hobbies hoch zu sein. Die Ergebnisse der Studie werden auf der Tagung darge­stellt. Dabei werden Vorteile und Nachteile von Flow-Erleben in Abhängigkeit des Umfeldes auf ihre Bedeutung für die Lebensqualität von Menschen im Autismusspektrum diskutiert.



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